Von Volker Seifert
Eine neue Studie der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) hat mittels Fotofallen die jahreszeitlichen Wander- und Raumnutzungsmuster von drei Schalenwildarten im Alpenraum (Vertreter des Bergwalds) analysiert: Gams (Rupicapra rupicapra), Rotwild (Cervus elaphus) und Rehwild (Capreolus capreolus). Zwei Untersuchungsgebiete – das Karwendel und der Chiemgau – standen im Fokus: typische Bergwaldlandschaften mit Wechsel zwischen Wald, Alpenrasen, Hochlagen und offenen Flächen.
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Von Christoph Boll
Die Warnungen vor einer genetischen Verarmung des Rotwildes zeigen Wirkung. In Bayern sollen Hirsche in einigen rotwildfreien Gebieten stärker geschont werden. Im Saarland klagen DJV und NABU gegen einen Solarpark auf einer Wildbrücke.
Deutlich mehr als 200.000 Stück Rotwild leben in Deutschland. Doch immer mehr Vorkommen droht die Verinselung, weil Wanderkorridore fehlen oder sogar zerschnitten und verbaut werden. Die Folgen sind genetische Verarmung. Sichtbar wird die Degeneration unter anderem an verkürzten Kiefern. Langfristig kann diese Entwicklung besonders für kleinere Vorkommen das schleichende Aus bedeuten.
Nach dem großen Erfolg des 1. Zukunftsforums Rotwild, im Mai 2023, findet das 2. Zukunftsforum nun am 7. Mai 2025 im Holstenhallen Congress Center in Neumünster statt. Das Rotwild bewegt sich im Spannungsfeld vielfältiger Landnutzungsinteressen. Straßenbau, Energiewende, Freizeitnutzung, Land- und Forstwirtschaft sowie Siedlungsbau sind Faktoren, die sich massiv auf das Rotwild auswirken. Ziel des 2. Zukunftsforums ist es, Lösungsansätze zu präsentieren, die die Zukunft des Rotwildes sichern und dabei helfen, es wohl behalten durch diese Spannungsfelder hindurchzumanövrieren.
Von Volker Seifert
In Hessen hat sich 2024 das „Forum Rotwild Werra-Fulda“ gegründet und ist gleich mit einem Forderungskatalog von zehn Punkten zur jagdlichen Behandlung des Rotwildes im nordöstlichen Hessen an die Öffentlichkeit gegangen. Es wurde dem Hessischen Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat, Ingmar Jung (CDU), vorgelegt.